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Pflegeversicherung: Grundversorgung per Gesetz

Durch die Einführung der Pflegepflichtversicherung sorgt der Gesetzgeber für eine gewisse Absicherung im Pflegefall. Dabei handelt es sich um eine Grundversorgung – nicht mehr und nicht weniger. Pflegestufe, Art der Pflege und die Alltagskompetnez bestimmen die Leistungen!

Kriterium 1: Festlegung der Pflegestufe
Die Höhe der gesetzlichen Pflegeleistung hängt ab von der Pflegestufe. Diese bestimmt der Medizinische Dienst der Krankenkasse (MDK) bzw. MEDICPROFF abhängig von dem zeitlichen Umfang, den die täglichen Gesamtpflegeleistungen mit Grundpflege (Körperpflege, Ernährung, Mobilität) benötigen. Weitere Kriterien für die Einstufung ist die Unterstützung bei der hauswirtschaftlichen Versorgung (Waschen, Putzen etc.).

Beispiel: Einstufung in die Pflegestufe II
Der Hilfebedarf beträgt mindestens drei Stunden, davon zwei Stunden für die Grundpflege. Die Grundpflege erfolgt mindestens dreimal täglich.

Kriterium 2: Art der Pflege:
Für die Leistung ist auch die Art der Pflege relevant:
Bei ambulanter Pflege durch Angehörige, Nachbarn etc. (Laienpflege) wird ein Pflegegeld gezahlt. Bei professioneller Pflege (Pflegedienst, Pflegeheim) werden die Kosten bis zu einem bestimmten Höchstsatz je Pflegestufe erstattet. Möglich ist auch eine Kombination von Laien – und Profipflege.

Beispiel: Einsatz eines ambulanten Pflegedienstes:
Die Kosten müssen gegenüber der Pflegekasse anhand von Belegen nachgewiesen werden. Je nach Pflegestufe erstattet die Kasse davon maximal 440 EUR, 1.040 EUR bzw. 1.510 EUR. Betragen die Kosten z.Bsp. in Pflegestufe II 2.000 EUR, übernimmt die Kasse davon 1.040 EUR.

Kriterium 3: Einschätzung der Alltagskompetenz:
Je nach Umfang der Einschränkung der Alltagskompetenz (z.Bsp. Demenz) erstattet die Pflegekasse die Kosten für die zusätzliche Betreuung und allgemeine Beaufsichtigung in Höhe von 100 EUR/ 200 EUR monatlich – unabhängig von der Pflegestufe.