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Pflegestärkungsgesetz I – Änderungen zum 01.01.2015

Ab dem 01.01.2015 tritt das erste Pflegestärkungsgesetz in Kraft. Damit erhöht sich zum 01.01.2015 die Zahl der zusätzlichen Betreuungskräfte in stationären Pflegeeinrichtungen, die gesetzlichen Leistungen steigen i. d. R. um rund 4 %. Außerdem wird ein Pflegevorsorgefonds eingerichtet. Um dies zu finanzieren, steigt der Beitragssatz zur Sozialen Pflegeversicherung um 0,3 Prozentpunkte.

Beitragssatz zur Sozialen Pflegeversicherung steigt um 0,3 Prozentpunkte

Um die Mehrleistungen zu finanzieren, wird der Beitragssatz zur Sozialen Pflegeversicherung zum 01.01.2015 um 0,3 Prozentpunkte auf 2,35 % (2,6 % für Kinderlose) angehoben. Bei gleichzeitiger Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze auf 49.500 Euro ergibt sich für gesetzlich Versicherte ohne Kinder ein monatlicher Höchstbeitrag von 107,25 Euro. Damit liegt der Höchstbeitrag erstmals über 100 Euro pro Monat.

Anders als in der Sozialen Pflegeversicherung werden die Beiträge der Privaten Pflegepflichtversicherung nicht einkommens-, sondern altersabhängig berechnet und sind daher preiswerter.

Weitere Änderungen zum 01.01.2015:

Kurzzeitpflege bereits ab Pflegestufe 0: 1.612 Euro für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 4 Wochen
(aktuell ab Pflegestufe I: 1.550 Euro für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 4 Wochen)

Der Zuschuss für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel – z. B. Einmalhandschuhe – steigt von 31 Euro auf 40 Euro

Wer die eigenen vier Wände pflege- und betreuungsgerecht umrüstet, erhält Zuschüsse von bis zu 4.000 Euro (bisher 2.557 Euro).

Weitere Informationen finden Sie hier.

Stand 19.12.2014